Wege in die Medizin

Viele Menschen möchten gerne Medizin studieren, doch der Weg zu dem Studienplatz ist steinig. Im Vergleich zu den freien Plätzen gibt es deutlich mehr Bewerber und jeden Bewerber erwartet der strenge NC von meist 1,2. Sehr oft kommt es sogar vor, dass es für gute Bewerber keine freien Plätze gibt und dies zum Teil auch aufgrund der hohen Erwartungen an die Abiturnote. Aber selbst wenn der geforderte NC nicht erreicht wird, gibt es Möglichkeiten, einen Studienplatz zu erhalten und Medizin zu studieren. Es gibt jedoch auch hierbei einige Hürden, die es zu überwinden gilt, was sich allerdings lohnen kann.

Universität Mannheim

In Deutschland gibt es einige Möglichkeiten

Wer sich in Deutschland für das Medizinstudium interessiert, der kann dabei auf unterschiedliche Möglichkeiten zurückgreifen. Wird die Wartezeit als Chance genutzt, dann wird man auch irgendwann den Platz erhalten. Keiner kann dabei allerdings genau sagen, wann dies sein wird. Meist sind es im Schnitt etwa 12 Semester, welche als Wartezeit einkalkuliert werden müssen. Damit es sich nicht um verschwendete Zeit handelt, kann jeder hier diverse Praktika machen oder aber eine medizinische Ausbildung machen. Jeder kann so sein Wissen ergänzen oder vertiefen. Dies kann durchaus bei dem späteren Berufsleben vorteilhaft sein und wer geduldig ist, sollte wissen, dass sich das Warten lohnen kann.

Wege in die Medizin

Weitere Möglichkeiten für den Studienplatz

Haben Bewerber für Medizin keinen Studienplatz erhalten, dann wird oft versucht, dass das Recht auf den Platz eingeklagt wird. Hierbei sind die Erfolgschancen allerdings gering und es können hohe Kosten auf einen zukommen. Dennoch ist dies eine Möglichkeit, dass der Studienplatz erhalten wird, auch falls der NC nicht erreicht wurde. Ist die Abinote nicht ausreichend, aber man möchte Medizin studieren, dann kann auch der Weg über die Bundeswehr gegangen werden. Zum Medizinstudium vergibt die Bundeswehr jährlich 250 Studienplätze. Zwar greift dabei dann nicht der NC, doch das Auswahlverfahren ist nicht einfach. Auf die Abinote wird auch hier wertgelegt und von den Bewerbern wird viel verlangt. Wer hier den Studienplatz erhalten möchte, der muss sich bei der Bundeswehr für insgesamt 17 Jahre verpflichten. Sollte dies nicht stören, so ist die Bundeswehr eine gute Möglichkeit, damit Medizin studiert wird. Die Bundeswehr bezahlt ein ansehnliches Gehalt und auf die Bewerber kommen keine Kosten zu. Zum Teil werden auch private deutsche Hochschulen gefunden, welche keinen NC ansetzen. Hier gibt es jedoch ebenfalls Auswahlverfahren, wo von den Bewerbern viel verlangt wird. Einige Unis stellen einige Plätze für Medizin zur Verfügung und die Bewerbung erfolgt meist mit Lebenslauf, Zeugnissen und mit Motivationsschreiben. Oft muss auch das 6-monatige Pflegepraktikum vorgewiesen werden. Für die engere Auswahl gibt es die Auswahltage, wonach die wenigen Plätze vergeben werden. Nicht selten kommen bei den Universitäten auch Bearbeitungsgebühren auf die Bewerber zu. Bei den Hochschulen gibt es in jedem Fall hohe Studiengebühren, falls ein Platz erhalten wird. Die Kosten sollten nicht unterschätzt werden, auch wenn der NC so umgangen werden kann. Für das komplette Studium werden so beispielsweise in Witten über 46.000 Euro verlangt und in Brandenburg sind es sogar über 110.000 Euro. Wer dies in Deutschland nicht wünscht, findet im Ausland einige Alternativen. Solche Universitäten findet man beispielsweise in Frankreich, Niederlande, Polen, Tschechien, Bulgarien, Ungarn, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Großbritannien.